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Fleischkäse

Rezepte der deutschen Gerichte mit den verrücktesten Namen

| Freizeit

Die Rezepte der Gerichte aus unserer Facebookreihe "VELA's German weird named dishes"

Die deutsche Küche gilt oft als deftig und fleischlastig. Auch wenn das heute nicht mehr wirklich zur Alltagsernährung der meisten Deutschen passt, trifft es auf etliche der traditionellen Gerichte tatsächlich zu. Was viele aber nicht wissen, ist, dass zahlreiche deutsche Klassiker wahnsinnig verrückte und lustige Namen haben. Deshalb stellen wir Euch auf Facebook alle zwei Wochen ein neues deutsches Gericht mit ungewöhnlichem Namen vor. Hier könnt Ihr passend dazu lesen, in welchen Regionen die witzigen Speisen typischerweise serviert werden und wie Ihr sie zuhause nachkochen könnt.  

#2 Leberkäse

Leberkäse, auch Fleischkäse oder Fleischlaib genannt, ist eine Art Brühwurst und sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz weitverbreitet. Früher gehörte (zumindest außerhalb von Bayern) tatsächlich Leber in die Wurst. Die Bezeichnung als Käse leitet sich von der charakteristischen Laibform, einer eckige Pastetenform, ab. Heutzutage ist nur noch sehr selten Leber im Fleischkäse enthalten. Besonders verbreitet ist der Leberkäse als Brötchenbelag mit etwas Senf. Leberkässcheiben werden manchmal aber auch einzeln angebraten und mit Gemüse- und Kartoffelbeilagen serviert. Außerdem gibt es diverse Pfannen- und Auflaufrezepte, in denen der Fleischkäse Verwendung findet. Leberkäse gibt es fertig in den meisten (deutschen) Supermärkten und an vielen Imbissbuden im Brötchen zu kaufen. Das Rezept zum Selbermachen findet Ihr hier, allerdings braucht man dazu mindestens eine gute Küchenmaschine.

Zutaten (für 4 Portionen)
600g mageres Schweinefleisch
400g Schweinebauch
25g Pökelsalz
4g weißer, gemahlener Pfeffer
1 Prise Majoran
1 Prise Thymian
1 Prise Muskat
1 Prise Ingwer
300g Eisschnee*
1 EL Kokosfett (o.ä.) für die Form

*Eisschnee kann mit einem Cutter oder einer Küchenmaschine hergestellt werden oder indem man Eiswürfel in eine Plastiktüte packt, die man mit einem Tuch umwickelt, und anschließend zunächst mit dem Hammer und anschließend dem Nudelholz bearbeitet bis eine platte Masse an kleinen Eiskristallen übrigbleibt.

Zubereitung: 

    1. Das Fleisch kleinschneiden und für ca. 30 Minuten ins Kühlfach legen. Wenn es kurz vorm Gefrieren ist entnehmen und gut mit den Gewürzen vermengen. Eine eckige Pastetenform kühlen.

    2. Das Fleisch in der Küchenmaschine bei sehr schneller Umdrehung ein bis zwei Minuten so klein wie möglich hacken.

    3. Nun den Eisschnee dazugeben und erneut alles zerhacken bis eine feine, zähe Masse entsteht, die dann auch schnell verarbeitet werden sollte.

    4. Die gut gekühlte Form gründlich ausfetten, die Masse hineingeben und darauf achten, dass keine Luftblasen entstehen. Anschließend mit einem Teigschaber glattstreichen und vorsichtig ein leichtes Rautenmuster eindrücken.

    5. Den Ofen auf ca. 160 Grad bei Ober- / Unterhitze vorheizen und anschließend ca. 90 Minuten backen.

#1 Maultaschen

Maultaschen sind keine Taschen aus Mündern, sondern aus Nudelteig. Gefüllt werden sie mit Brät, Zwiebeln und eingeweichtem Brötchen. Es gibt aber auch eine vegetarische Variante mit Käse und Spinat. Traditionell werden sie entweder als Suppeneinlage in Brühe, „geschmälzt“, also mit in Butter gebratenen Zwiebeln übergossen oder in Streifen geschnitten und anschließend ebenfalls mit Zwiebeln angebraten serviert. Das Gericht stammt aus der Region Schwaben, die im Süden Deutschlands zwischen Baden-Württemberg und Bayern, liegt. 

Zutaten (für 4 Portionen)
Teig:Füllung:
2 Eier2 Brötchen
200g Mehl100ml Schlagsahne
30g Hartweizengrieß400g Zwiebeln
Salz1 Esslöffel Butter
1 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer
Zucker
300g gemischtes Hackfleisch
200g Bratwurstbrät
2 Esslöffel Semmelbrösel
3 Eier
Muskat
1 Teelöffel Majoran
(1l kräftiger Rinderfond)

Zubereitung:

    1. Für den Teig die Eier mit drei bis vier Esslöffeln Wasser verquirlen und mit Mehl, Grieß und etwas Salz zu einem glatten und festen Teig verarbeiten. Den Teig dann auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche eine Minute kräftig durchkneten und anschließend 30 Minuten ruhen lassen.

    2. Die Brötchen in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die Sahne erhitzen und über die Brötchen geben. Dann die Zwiebeln fein würfeln. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Petersilie waschen, klein hacken, zu den Zwiebeln geben und drei bis vier Minuten dünsten. Das Ganze abschließend mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und abkühlen lassen.

    3. Nun das Hackfleisch, den Brät, die Brötchen, Semmelbrösel, Eier und Zwiebelmischung in eine Schüssel geben und zu einer Masse verarbeiten. Das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskat und Majoran würzen und dann abgedeckt kaltstellen.

    4. Den Teig nun in drei Portionen teilen. Eine Portion auf der bemehlten Arbeitsfläche circa 2 mm dünn auf circa 42x32 cm ausrollen und auf ein Küchentuch legen. Dann 1/3 der Füllung auf dem Teig glattstreichen und den Teig mithilfe des Küchentuchs von der langen Seite locker aufrollen. Die Rolle dann mit einem Kochlöffelstiel in vier gleich große Stücke unterteilen und den Teig dabei fest andrücken. Die Stücke dann mit einem Messer abtrennen und den restlichen Teig und Füllung auf die gleiche Weise verarbeiten. Es ist dabei nicht schlimm, wenn der Teig die Füllung nicht komplett umschließt.

    5. Die Maultaschen in reichlich kochendes Salzwasser geben, die Hitze reduzieren und die Maultaschen darin 10 Minuten ziehen, aber nicht kochen und anschließend abtropfen lassen.

    6. Rinderfond erhitzen und Maultaschen darin servieren oder eben – wie oben beschrieben – auf gewünschte Weise weiterverarbeiten.