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Studentin beim Lernen

Was ist eigentlich das Deutsche Studentenwerk?

| Organisatorisches

Wir erklären wie unser Kooperationspartner aufgebaut ist, seine Aufgaben und wie er Dir nutzen kann

Das Wort „Studentenwerk“ oder „Studierendenwerk“ läuft Dir auf Uni-Websites, in Info-Texten und ähnlichem immer wieder über den Weg und Du fragst Dich, was es damit auf sich hat? Wir haben die wichtigsten Informationen zum Verband zusammengetragen, der in Kooperation mit VELA unseren Optimal und Basis-Tarif entwickelt hat, um internationale Studierende in Deutschland rundum und kostengünstig abzusichern.

Entstehung und Geschichte der Studierendenwerke

Circa 1920 gründeten Studierende, Dozierende und Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik Studentenhilfen. Sie wollten die soziale Lage Studierender verbessern, indem sie Mensen betrieben, Wohnungsvermittlungsstellen einrichteten und Werkarbeit vermittelten. Außerdem halfen sie bei der Krankenfürsorge und der finanziellen Unterstützung Studierender durch Stipendien oder Darlehn. 1921 wurde in Tübingen ein Verband dieser Selbsthilfeeinrichtungen gegründet. Er übernahm Koordinationsaufgaben, organisierte einen Erfahrungsaustausch und vertrat die Interessen der Einrichtungen gegenüber der Öffentlichkeit – die Vorgänger der heutigen Studenten- und Studierendenwerke waren entstanden.

Regionale Studierendenwerke und der nationale Dachverband DSW

Bundesweit gibt es 57 Studenten-, beziehungsweise Studierendenwerke. Zumeist betreut ein Werk mehrere Hochschulen, teilweise auch in verschiedenen Städten. Verantwortlich sind sie für die soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Förderung der Studierenden. So setzen sie sich beispielsweise dafür ein, dass an deutschen Hochschulen Chancengleichheit besteht, also jede und jeder Studierende möglichst gleiche Chancen hat, das Studium erfolgreich abzuschließen – unabhängig der Herkunft, des Geschlechts, Gesundheitszustands und so weiter. Außerdem versuchen die Einrichtungen möglichst unabhängig vom Studienort und der Größe der Hochschule, die Rahmenbedingungen für Studierende zu verbessern. Sie sorgen für ein breites Angebot in den Bereichen Hochschulgastronomie, Wohnungs- und Studienfinanzierungshilfen, Kinderbetreuung, Beratungs- und Vermittlungsdiensten sowie in der Organisation kultureller Freizeitangebote. Der Semester- oder auch Sozialbeitrag, der in Deutschland anstelle von üblicherweise teuren Studiengebühren bezahlt wird, wird ebenfalls an das jeweilige Studierendenwerk abgeführt. Dieses verteilt dann die Beiträge an Einrichtungen wie die Verwaltung und den AStA, behält aber auch einen Teil für die eigene Arbeit. Der Aufbau und die Organisationsstruktur der Studierendenwerke unterscheidet sich von Standort zu Standort. Eine Liste aller Studierendenwerke kannst Du auf der Seite des Dachverbands einsehen.

Dieser Dachverband, das Deutsche Studentenwerk, kurz DSW, ist ein freiwilliger Zusammenschluss der regionalen Studierendenwerke. Diese arbeiten an sich selbständig und unabhängig voneinander, werden aber vom nationalen Verband beraten und gefördert. So vertritt das DSW die sozialen Interessen von Studierenden und Studierendenwerken gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit und in den Spitzenverbänden von Hochschulen und Wissenschaft und setzt sich dafür ein, dass diese Interessen in die Gesetzgebung miteingebracht werden. Außerdem organisiert das DSW Weiterbildungen und bietet Beratungen für Studierendenwerke und Studierende an.

Angebote und Informationen für internationale Studierende

Das Studentenwerk unterstützt internationale Studierende in Deutschland bei ihren Vorbereitungen sowie vor Ort. Dazu versucht das DSW, die einzelnen Studierendenwerke dabei zu unterstützen, sich gegenüber internationalen Studierenden zu öffnen und sie im Studienalltag zu integrieren. Auf der Seite des DSW kannst Du Dich über alle wichtigen Themen rund ums Studium in Deutschland informieren und spezielle Serviceangebote für internationale Studierende in Anspruch nehmen: Einige Studentenwerke bieten beispielsweise ein „Rundum-sorglos-Paket“ an, in dem Wohnheimzimmer und andere, den Start erleichternde Leistungen zu günstigen Preisen enthalten sind. Auch in Bezug auf die Krankenversicherung internationaler Studierender engagiert sich das DSW zum Studierendenwohl: So haben wir gemeinsam mit dem DSW unseren Optimal und Basis-Tarif entwickelt – eine private Krankenversicherung mit der internationale Studierende zu guten Konditionen rundum abgesichert sind. Ob die Versicherung auch für Dich das Richtige ist, kannst Du bei uns im Blog nachlesen.

Chancengleichheit: Studieren mit Migrationshintergrund, Kind oder Behinderung

Die Studierendenwerke setzen sich wie gesagt dafür ein, dass jeder die gleichen Möglichkeiten hat, erfolgreich ein Studium zu absolvieren. Leider zeigen Studien, dass der Weg an die Hochschule in Deutschland noch immer eng an die soziale Herkunft gekoppelt ist. Um Studierende mit Migrationshintergrund zu unterstützen, begleitete das Deutsche Studentenwerk unter anderem das sogenannte Studium+M, ein Programm, dass Beratungsangebote zum Thema Studium in den Schulen schafft, aber auch Unterstützung bei der BAföG-Beantragung, günstige Wohnungsnagebote oder Studienfinanzierungsberatungen anbietet. Außerdem gibt es beim Studentenwerk zahlreiche Beratungsangebote für Studierende mit Kind. Die regionalen Einrichtungen verfügen oft über günstige oder kostenlose Kinderbetreuungsangebote während der Vorlesungszeiten. Auch für Studierende mit Behinderungen gibt es beispielsweise spezifische Beratungsstellen, Vermittlungshilfen sowie organisatorische Unterstützung bei akademischen Auslandsaufenthalten oder dem Berufseinstieg.

Den Alltag erleichtern: Mensen, Wohnheime, Kulturangebote & Co.

Neben den großen Themen der Chancengleichheit setzen sich die Studierendenwerke auch für einen angenehmeren Studienalltag ein: Die meisten Mensen, Cafeterien und Kaffeebars an deutschen Hochschulen werden von ihnen betrieben. Nur deswegen kann vielerorts die Versorgung mit Essen und Trinken so günstig erfolgen. Aber auch die studentischen Wohnheime werden vielerorts vom Studierendenwerk betreut. Auch hier bedingen die Förderungen günstige Mieten. Außerdem gibt das DSW Tipps zur Wohnungssuche und lokale Studierendenwerke bieten dazu häufig aktive Unterstützung, beispielsweise durch Vermittlung und Beratung, an. Die lokalen Studierendenwerke organisieren außerdem häufig Freizeitangebote wie Workshops, Lesungen oder Konzerte. Zumeist werden diese von und mit Studierenden organisiert. Über das Angebot kannst Du Dich auf der Internetseite des Studierendenwerks Deines Studienortes informieren.

Du siehst also, das DSW und auch die lokalen Studierendenwerke tuen eine Menge, um das Studium möglichst angenehm und fair zu gestalten. Wenn Du Hilfe brauchst oder Fragen hast, brauchst Du also nicht zu zögern, Dich beim jeweiligen Ansprechpartner der Einrichtung zu melden. Eine ganze Menge Informationen und Tipps findest Du außerdem schon auf ihren Internetseiten.